Politik

Der Senat

Die Hammerburg wird seit Jahrhunderten von einem gewählten Senat regiert. Seine Mitglieder, die Senatoren, werden von den Bürgern Hammerburgs auf Lebenszeit gewählt. Die Größe des Senats schwankte im Lauf der Jahrhunderte. So bestand der kleinste ordnungsgemäße Senat aus gerade einmal 13 Mitgliedern und der bislang größte aus fast 300. Heute ist die Größe und Zusammensetzung des Senats per Gesetz festgeschrieben auf je 3 Vertreter der sieben Stadtviertel, je 3 Vertreter der drei Landherrenschaften und einem Vertreter des Neutralen Viertels und er besteht somit aus insgesamt 31 Senatoren. Aus ihrer Mitte wählen die Senatoren sich einen Sprecher, der die Verwaltung des Senats selbst zur Aufgabe hat. Außerdem werden zumeist einzelne Senatoren aufgrund ihrer Fähigkeiten, ihrer Kenntnisse oder Beziehungen mit bestimmten Fachbereichen betraut wie zum Beispiel der Schatzverwaltung, dem Handel oder der Außenpolitik und führen die entsprechenden Behörden.

Das hohe Alter der Senatoren resultierte ursprünglich aus dem Gedanken des Rats der Alten und Weisen, fußt heutzutage aber oft auf der berechnenden, kalten Überlegung, dass junge Senatoren länger an der Macht sind und es abgesehen von höchstrichterlichen oder schwerstkriminellen Methoden kaum einen Weg gibt sich kurzfristig eines unliebsamen Senators zu entledigen. Verstirbt ein Senator so wird in dem Stadtviertel oder der Landherrenschaft aus der er stammt ein neuer Vertreter gewählt. Es gibt zwar kein Gesetz welches bestimmt, wie zügig der Senat eine Nachwahl durchzuführen hat, allerdings droht durch den Verlust eines Senators ein mögliches Stimmen-Gleichgewicht und dem Senat ist von Natur aus daran gelegen dies zu vermeiden und für eine schnelle Nachwahl zu sorgen.

Erstmals seit der Republikgründung musste im Jahr 1333 der gesamte Senat neu gewählt werden, nachdem über die Hälfte der Senatoren umgebracht und die übrigen zurückgetreten waren. Der sogenannte Zweite Senat von Hammerburg wählte sich den erfahrenen Richard Savelli erneut zum Sprecher.

 

Der Stadtrat

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Der Stadtrat wurde erst vor wenigen Jahren als eine Art Expertenrat begründet und löste im Jahr 1327 vorrübergehend den Senat ab, da dieser sich nach der Orkbelagerung als traumatisiert und handlungsunfähig erwies. Von der neuen Regierung, die ausschließlich aus Fremdländischen mit hervorragenden Handelskontakten bestand, erhoffte man sich einen neuen Aufschwung. Das deutlich kleinere Gremium aus je einem Repräsentanten der acht Stadtviertel und einem Vertreter für Seefahrt sorgte für Aufbruchstimmung. Die Bürger fühlten sich ihrer Regierung so nah wie seit Jahrhunderten nicht mehr, da der Stadtrat seine Sitzungen auch gerne mal spontan vor Ort abhielt. Wie vom Senat erhofft, zeichnete sich bereits nach wenigen Monaten ein Aufschwung in Handel und Warenumschlag ab und die Wirtschaft Hammerburgs begann sich zu erholen. Nach wenigen Jahren jedoch kippte die Stimmung in der Stadt. Der Stadtrat verstand sich zwar hervorragend auf Handel und Geschäftstreiben, jedoch weniger auf die Landespolitik und die Unterstützung der Bevölkerung brach ein. Nachdem Gerüchte über Korruption in den Reihen des Stadtrats immer lauter wurden, kam es in nur kurzer Zeit vermehrt zu Rücktritten und Neubesetzungen im Stadtrat, sowie einer Verurteilung. Im Jahr 1330 kehrte schließlich der Senat zurück an die Macht und die Stadträte verblieben als Interessenvertreter der Viertel gegenüber dem Senat als eine Art Bindeglied. Der Seebeauftragte erhielt vom Senat das Amt des Hafenmeisters, wurde dazu jedoch nicht zum Mitglied des Senats berufen und führt die Hafenmeisterei als Beamter.

 

Außenpolitik

Seit der Ausrufung der Republik im Jahre 1036 verstand sich Hammerburg als neutrale und unabhängige Nation. Und so ist die Politik der Hammerburg vollständig auf den freien Handel und großem Warenumschlag ausgelegt. Dies erforderte schon immer eine diplomatische Gratwanderung zwischen engster Verbundenheit und losester Verbrüderung. So genießt Hammerburg zwar die Freundschaft und das Wohlwollen vieler Nationen, aber vermied wo es nur ging immer engere Bündnisse des Beistands ebenso wie der Feindschaft. Manch Fürst und Herrscher hielt die Hammerburg ob dieses Umstands schon für schutzlos und schwach, doch ist ein Angriff auf die Hammerburg immer auch ein Angriff auf die Schätze ihrer Handelspartner und dies ist möglicherweise wertvoller als jeder Beistandspakt.