Organisationen

Die Stadtwache und die Landwache

Die Wachen erhalten die Ordnung und Sicherheit im Land. Während in der Hauptstadt und in Doromaun die Stadtwachen zumeist einzeln oder zu zweit durch die Straßen patroullieren oder von Wachhäusern aus zu Einsätzen eilen, sind die berittenen Landwachen oft zu dritt unterwegs. Das Ansehen der Wachen in der Bevölkerung ist eher mäßig und der Sold gerademal passabel. Vorallem der Wachdienst in den Hafenvierteln Hammerburgs ist nicht gerade beliebt, da es durch Trunkenbolde oder die Kulturunterschiede der Fremdländer oft zu handfesten Auseinandersetzungen kommt. Der Wachkommandant untersteht direkt den Gesetzen der Stadt und nur bedingt den Beschlüssen des Senats. Ihm widerrum unterstehen die zehn Leutnants der Stadtviertel und Landherrenschaften mit ihren Wachen. Die aktuelle Kommandantin der Wache ist Petrissa Morgiane.

 

Die Garde Hammerburgs

Die Garde Hammerburgs wurde 1037 aus Furcht einer Rückeroberung zur Verteidigung des Landes gegründet. Die Bezeichnung als Garde sorgt dabei bei Fremdländischen seither oft für Verwirrung, da vorallem Leibwachen und nicht reguläre Armeen so genannt werden. Doch die Hammerburger Garde wurde nicht als Armee gegründet, die ins Feld zieht, sondern ausschließlich zum Schutz von Land und Volk. Daher liegen ihre Hauptaufgaben im Schutz der Landesgrenze und der Stadtmauer. Außerdem geleiten Gardisten auch vom Senat entsandte – oder für eine gewisse Abgabe auch private – Reisegesellschaften Hammerburgs in fremden Landen. Obgleich Hammerburg sich nur sehr selten einer militärischen Bedrohung gegenüber sah ist die Garde mit 3.000 Mann unter Waffen verhältnismäßig stark aufgestellt. Im Falle einer echten Bedrohung des Landes jedoch kann die Rüstkammer bis zu 10.000 weitere Kämpfer der Reserve aufstellen. Die Hierarchie der Garde ist dabei sehr übersichtlich. Dem Senat untersteht als oberster Heerführer der Gardekommandant. Die ihm unterstehenden Ränge in absteigender Folge sind der Oberst, Hauptmann, Waibel und Gardist sowie Rekrut. Jeder Bürger, der eine Ausbildung bei der Garde erhalten hat und in wehrfähigem Alter ist, zählt im Falle einer Bedrohung zur Reserve und kann an die Waffe gerufen werden. Daher gehört es auch unter den Handelsfamilien zum guten Ton einen Ehrendienst in der Garde zu leisten und im Ernstfall die Heimat zu verteidigen. Der aktuelle Kommandant der Garde ist Hartmut Mahler.

 

Die Gilden und Zünfte  Neu 

Die Gilden und Zünfte Hammerburgs sind unabhängige Institutionen mit teilweise großen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und das gesellschaftliche Geschehen. Da es von Seiten des Senats keinen allgemeinen Gildezwang gibt, legen diese ihre Bedingungen selbst fest. Die Folgenden gehören derzeit zu den wichtigsten Hammerburgs:

Die Handelsgilde zählt zu den Einflussreichsten Gilden der Stadt, da so manch Senator selbst ein Mitglied ist. Ihr Hauptziel ist der freie Handel und der ungestörte Warenfluss. So bietet sie ihren Mitgliedern Zugriff auf reichhaltige Listen mit Händlern und Waren im Ausland, schlichtet Streitereien zwischen Kaufleuten und verleiht Lagerflächen und Transportschiffe zu günstigen Konditionen. Außerdem gewährt sie Mitgliedern finanzielle Hilfen und Kredite, wenn z.B. eine existenzielle Warenlieferung im Meer versinkt. Im Gegenzug finanziert sie sich durch einen Beitrag der vom Einkommen ihrer Mitglieder abhängt. Angeblich kontrolliert die Handelsgilde mehr als die Hälfte aller in Hammerburg stehenden Lagerhäuser.

Die zahlreichen Handwerkszünfte in Hammerburg genießen vermutlich das höchste Ansehen im Land, bei gleichzeitig ziemlich geringem Einfluss. Während es in der Stadt Hammerburg vereinzelt unabhängige Handwerker und auch unabhängige Zünfte gibt, liegt ihr großes Zentrum in der kleinen Ortschaft Doromaun, nordöstlich der Hauptstadt. Neben den drei großen Zünften „Axt und Holz“, „Hacke und Stein“ und „Hammer und Stahl“ gibt es unzählige kleinere Zünfte der gesamten Bandbreite and Handwerkskunst. Die Zunftmeister der großen Drei Zünfte bilden zusammen das Triumvirat der Meister und regieren die Stadt – und das auch schon zu Zeiten der Grafschaft Lohnburg. Die allermeisten Handwerkswaren Hammerburgs kommen aus dem kleinen Ort zwischen Sinkbach und Sagaberg und gelten allgemein als von guter Qualität. Nur wenige Waren sind dabei für den Export geeignet, da sich trotz der geballten Handwerkskunst kaum die erforderlichen Stückzahlen bewerkstelligen lassen. Auch wenn die Zünfte untereinander oft in Streitereien verfallen und sich handfeste Auseinandersetzungen in der Taverne „Zum rostigen Hammer“ liefern, treten sie gemeinsam unter der Führung des Triumvirats für ihre Interessen beim Senat ein. Und obwohl es faktisch keinen Zunftzwang in Hammerburg gibt ist es nahezu unmöglich in Doromaun einen Betrieb zu unterhalten ohne sich seiner entsprechenden Zunft anzuschließen, weshalb die unabhängigen Handwerker sich eher in der Stadt Hammerburg finden. In Doromaun sind die Zünfte streng organisiert und bestimmen darüber, ob ein Lehrling angenommen werden darf und wann dieser zum Gesellen erhoben wird. Um zu einem Meister seines Fachs erhoben zu werden bedarf es neben dem eigenen Zunftmeister gar der Zustimmung des Triumvirats.

Eher unauffällig agiert die Heilergilde. Mit Sitz in der Universität in Hammerburgs Hochstadt kümmern sie sich um die Belange der Heiler und Kräuterkundler und widmen sich ganz der Erforschung von Krankheiten und ihrer Heilung. Sie legt einen besonders hohen Wert auf die Fachkenntnis der Heiler in Hammerburg und konnte vor Jahrzehnten beim Senat durchsetzen, dass nur durch die Gilde geprüfte und vereidigte Heiler ihrer Kunst gewerblich nachgehen dürfen.

Die jüngste der Gilden dürfte die Schreibergilde sein. Trotz ihrer geringen Anzahl von Mitgliedern hat sie es durch die pure Qualität ihrer Arbeiten in kürzester Zeit zu viel Einfluss und Ansehen gebracht. So findet sich kaum ein offizielles Dokument der letzten zehn Jahre, welches nicht die Handschrift der Schreibergilde ziert und auch die anderen Gilden greifen gerne auf ihre Dienste zurück, wenn es um hochwertige Verträge, akademische Abhandlungen oder Meister- und Gesellenbriefe geht. Allerdings wird sie auch mit skepsis betrachtet, da befürchtet wird, die vorher unabhängigen Schreiber könnten ihre teilweise geheimen oder sensiblen Erkenntnisse in der Gilde bündeln. Aus unbekannten Gründen hat die Schreibergilde die Hammerburg jedoch nach einigen lukrativen Jahren inzwischen wieder verlassen. Die wenigen verbliebenen Mitglieder dieser Gilde gehen ihrer Arbeit jedoch weiterhin nach, auch wenn der oberste Schreiber nicht mehr in der Stadt ist.

 

Die Gelehrtenstätten

Die Akademie der Magier in der Nordburg hat sich vor Jahren durch eine magischen Barriere der übrigen Stadt verschlossen. Doch bereits davor waren die Magier sehr zurückgezogen und geheimnisumwittert und nur sehr wenig über das Geschehen in der Akademie bekannt. Die diversen Gerüchte über das Geschehen in der Akademie werden von Magiern, die den Schild verlassen, gewöhnlich nur mit einem Augenrollen bedacht und nicht weiter kommentiert. Die verbreitetsten Gerüchte besagen, das die Magier statt eines neuen Viertels zu bauen in Wahrheit an etwas sehr mächtigem und gefährlichem forschen. Weder die Beteuerungen des Senats noch die steten Lieferungen von Baustoffen vermögen es den Gerüchten Einhalt zu gebieten.

Die Universität Hammerburgs hingegen steht allen Bürgern die nach Wissen suchen offen. Ihre reichhaltigen Bibliotheken sind in der ganzen Region bekannt und die Plenarsäle mit Studenten verschiedenster Völker gefüllt. Die Lehrbereiche und Forschungen der Universität haben keinen spezifischen Schwerpunkt und änderten sich mit der Zeit immer wieder.

 

Die Zeitungen

Ein recht bemerkenswertes Gewerbe in Hammerburg sind die Zeitungsverlage. Vorallem fremdländische Reisende verblüfft es oft, dass es nicht nur überhaupt eine Zeitung gibt, sondern gleich mehrere mit unterschiedlichen Zielgruppen. So wird in der Barackenstadt und dem Faulviertel bevorzugt die WORT gelesen, die für ihre einfachen, plakativen, Artikel mit vielen veranschaulichenden Zeichnungen bekannt ist. Unter den Reisenden, Abenteurern und einheimischen Händlern ist jedoch das Hammerburg Journal die meistgelesene Zeitung, die durch eine breite Berichterstattung auch zu wirtschaftlichen und politischen Themen des In- und Auslands überzeugt. Seit jüngstem drängt sich auch ein Blatt aus dem Eisenviertel auf den Markt und macht vorallem der WORT ernsthafte Konkurrenz. Die Eisenfaust steht dabei im Verdacht ein Propagandablatt des Imperiums der Menschen zu sein.

Hier geht es zum Verlagshaus des „Hammerburg Journal“ samt Archiv ab März 2014

 

Fremdländische Gruppierungen

Durch den regen Handels- und Reiseverkehr zog es immer wieder auch ganze Gruppen fremdländischer Besucher in die Hammerburg und viele von ihnen ließen sich hier ganz nieder. Sie tragen inzwischen in verschiedenen Bereichen einen beträchtlichen Anteil an der Wirtschaftsleistung Hammerburgs. So versteht sich die Gruppe um die Familie De La Rocca auf den allgemeinen Handel mit verschiedenem Gut, ist entsprechend im Handelsviertel stark vertreten und bewirtschaftet ein Forst südöstlich der Stadt. Die Familie O’Grady, leider nach vielen Jahren nun verzogen, unterhielt unter anderem eine große Schweinezucht und Brauereien in der Südstadt. Der Nordische Bund hat es sich zur Aufgabe gemacht in der Faulstadt die Lebensqualität zu heben und restauriert dort unter Anderem baufällige Häuser und betreibt verschiedene Werkstätten. Eine große Gruppe imperialer Landsknechte hat sich im Eisernen Viertel niedergelassen und bietet seine Dienste den Reisenden in Hammerburg an oder unternimmt von hier aus eigene Expeditionen. Und dies sind nur die bekanntesten Gruppen. Auch eine kleine Gruppe aus Bretonien ließ sich in Hammerburg nieder um von hier aus Reisen zu unternehmen und von St. Reginald zu predigen.

Die Unterwelt

Über die kriminelle Unterwelt in Hammerburg ist naturgemäß nicht viel bekannt. Aber, sehr zum Leidwesen der Wachen und Gerichte, gibt es sie. Soviel ist in einer stark frequentierten Hafenstadt absolut sicher.