Gesellschaft

Das gemeine Volk

Die Bevölkerung der Hammerburg ist sehr vielfältig. Je nach Herkunft, Beruf oder sozialem Stand unterscheidet sie sich stark. Allgemeingültig ließe sich jedoch sagen, dass der Hammerburger sehr stolz auf seine Heimat, seine Geschichte und seine Freiheit ist. Manch einer sagt dem Hammerburger darüber auch eine gewisse Arroganz nach. So betrachtet er Adel, und im Besonderen den herrschenden Adel, sehr geringschätzig und abwertend. Auch von Religion hält er zumeist wenig und neben den großen Handelfamilien pflegt kaum einer die alten Traditionen. Obwohl Sklaverei und Leibeigenschaft verboten wurden, gibt es unterschiedliche gesellschaftliche Schichten und Abhängigkeitsverhältnisse die sich kaum vermeiden lassen. Die einfachen Arbeiter und Tagelöhner bilden dabei die größte und zugleich unterste Schicht der Gesellschaft, während die Handwerker und Kaufleute an der Spitze stehen und nur von den wenigen Senatoren und hohen Amtsträgern überragt werden. Man sollte jedoch tunlichst vermeiden nur auf das äußere Erscheinungsbild zu achten. So manch Tagelöhner entpuppte sich schon als gewitzter Drahtzieher und manch gut gekleideter Kaufmann als bedeutungslos.

 

Die altehrwürdigen Handelshäuser

Die altehrwürdigen Handelsfamilien bilden seit der Abschaffung des Adels eine besondere Schicht in der Gesellschaft. Diese Kaufmannsdynastien zeichnen sich dadurch aus, dass sie schon vor der Unabhängigkeit Hammerburgs fest im städtischen Handel verwurzelt waren und sich während der Rebellion auf Seiten der Aufständischen befanden oder sich gänzlich raus hielten. Nachdem Ottokar der Feige vertrieben war, stellten die Handelshäuser den größten Teil der gesellschaftlichen Elite und einen erheblichen Teil des Ersten Senats. Obwohl die Handelshäuser auch als Bürgeradel bezeichnet werden könnten – wovon man gegenüber Hammerburgern tunlichst absehen sollte – gelten sie als unabhängige bürgerliche Oberschicht, die keine feudalen Ansprüche erhebt. Ihr Einfluss auf die Politik ist nichtsdestotrotz gewaltig und die angesehensten Familien sind auch heute zumeist im Senat vertreten. Die ehrfurcht vor dem Aufstieg oder Fall der eigenen Familie sorgt dabei für eine gewisse Vorsicht, mit der eigenen Macht und dem Reichtum nicht zu prahlen. Während die Handelshäuser nach Außen ein Bild von Einigkeit und Stabilität pflegen, kommt es unter ihnen durchaus zu heftigen Streitereien und sogar Fehden, von denen die Bürger der Stadt jedoch nur selten etwas erfahren.

 

Die Fremdländischen

Neben den Bürgern stellen Einwohner aus anderen Landen inzwischen einen gewaltigen Anteil der Bevölkerung. Dabei ist die Bezeichnung als Fremdländer in Abgrenzung zu den geborenen Einheimischen zu verstehen, da viele von ihnen sich dauerhaft in Hammerburg niederließen und das Bürgerrecht erhielten. Trotzdem fallen sie durch ihre oft eigene Kultur und Tradition auf und bilden eine eigene soziale Schicht. Vorallem in den Hafen- und Handelsbezirken Hammerburgs, so behauptet manch ein Hammerburger, gäbe es inzwischen mehr Fremdländische denn Einheimische. Durch diese Ausgrenzung oder nur teilweise Anerkennung bleiben sie meist unter sich und pflegen Beziehungen eher zu anderen Fremdländischen, auch unterschiedlicher Herkunft, als zu den Eingeborenen. Die teils drastischen Kulturunterschiede sorgen gelegentlich für Spannungen zwischen Fremdländern und Einheimischen. So sind sie nicht selten der Sündenbock der einfachen Leute und werden schnell beschuldigt für Verbrechen und Katastrophen verantwortlich zu sein. Gleichzeitig sind sie jedoch zusammen mit den altehrwürdigen Handelsfamilien zwei Seiten des selben Talers und essentieller Bestandteil des Handels und somit des Wohlstands Hammerburgs.