Kultur

Brauchtum und Traditionen

Der Ehrendienst für die Heimat
Seit ihrer Gründung im Jahre 1037 besteht die Garde Hammerburgs aus freiwilligen Rekruten. Vorallem in den ärmeren Ecken Hammerburgs ist der Dienst an Schwert und Bogen eine beliebte Perspektive. Die wohlhabenderen Kaufmannsfamilien beteiligten sich anfangs jedoch kaum, da sie ihre Erben und den Fortbestand des Geschäfts in Gefahr sahen. Doch nicht alle Kaufmannsfamilien teilten diese Ansicht und so packten sie einander an der Ehre, ihre Erben zu einjähriger Ausbildung und Grundwehrdienst in die Garde zu entsenden um das Heimatland zu schützen. Der gesellschaftliche Druck innerhalb der Kaufmannsfamilien war schnell enorm, da eine Verweigerung dieser Ehrenpflicht eine gewaltige Delle im Ruf des Hauses bedeutete und so manch Kontrakt daran zu scheitern drohte. Anfangs vom einfachen Volk eher argwöhnisch bedacht, verbreitete sich die Idee der Ehrhaftigkeit dieses Grundwehrdienstes schnell auch in der breiten Bevölkerung. Wie schlecht der Ruf der Garde auch sei, umso ehrbarer war es, seinen Dienst fürs Vaterland zu leisten – und sei es nur für ein Jahr.

Die Trennung
Eine jahrhunderte alte Tradition der großen Handelshäuser ist die Trennung, in der alten Sprache auch die Firra. Es gibt dabei keine einheitlichen Regeln und jede Familie handhabt sie etwas anders. Aber die Grundidee ist immer die selbe: erreicht ein Erbe das Erwachsenenalter, muss er los ziehen und sein eigenes Geschäft begründen. Verstirbt der Patriarch oder die Matriarchin des Hauses, werden das Stammgeschäft und das des Erben zusammengeführt und so das Haus gestärkt. Zumeist wird den Erben dafür nur ein kleines Startkapital überlassen, ansonsten aber der Zugriff auf das familiäre Vermögen und Einfluss komplett verwehrt. Manch eine Familie geht soweit und verweigert seinen Erben sogar den Namen und somit den Ruf der Familie zu führen. Erst wenn die Erben sich ein erfolgreiches Geschäft errichten konnten und dies durch ihre Familie anerkannt wird, erhalten sie wieder die vollen familiären Privilegien.

Hammerburger Stolz
Die Hammerburger sind ungemein Stolz auf ihre Geschichte – also jene seit der Rebellion. Über die Zeit davor wird gewöhnlich garnicht oder nur sehr knapp gesprochen. Und ebenso groß wie ihr Stolz ist ihre Abneigung für den Adel. Einem jeden Reisenden sei daher geraten, keinen Hammerburger – gleich wie wohl gekleidet er erscheint – für einen Adligen zu halten.

 

Glaube und Religion

Obwohl die meisten Hammerburger eher wenig von Religionen halten, entdeckten vorallem die alten Handelshäuser nach der Republikgründung ihre angeblichen Wurzeln in der Zeit der Besiedlung und praktizieren seither den alten Glauben der Neun Welten. Darüber hinaus haben die eingewanderten Fremdländischen ein breites Spektrum an Religionen in die Stadt gebracht, welche sich jedoch kaum auf die einheimische Bevölkerung ausbreiten konnten. Obgleich der eine oder andere seinen Glauben fanatischer vertritt, existieren die verschiedenen Glaubensgemeinschaften zumeist ohne größere Konflikte nebeneinander. Zu den größten ausländischen Glaubensrichtungen in Hammerburg gehören derzeit vorallem der Zwölfgötter-Kult aus Aventurien und der Kult des Sigmar aus dem Imperium der Menschen.

Der Gottimperator
Seit einigen Jahren kommen immer wieder Gerüchte über einen Gottimperator auf. Ob dies einer religiösen Sekte oder einem politischen Kult zuzuordnen ist, ist derzeit umstritten. Ein hammerburger Kaufmann, der beschuldigt wurde jener „Gottimperator“ zu sein, hat bereits Anklage gegen Unbekannt erhoben und distanziert sich aufs Schärfste von dieser beleidigenden Behauptung. Immer wieder äußern sich unterschiedliche Gruppierungen mit neuen Pamphleten oder Behauptungen, doch die Stadtwache konnte noch keine Urheber dingfest machen.

 

Hammerburger Zeitrechnung und Kalender

Niemand in Hammerburg kennt den Ursprung der hammerburger Zeitrechnung. Die Frage, was im Jahr 0 passierte oder worauf die Jahreszählung fußt, beschäftigt die Gelehrten der Universität bereits seit vielen Jahrhunderten. Als gesichert gilt lediglich, dass die Weitgereisten bei ihrer Ankunft im heutigen Hammerburg diese Zeitrechnung mit sich brachten und sie bis heute beibehalten wurde. Ob die Mond- und Wochentagsnamen ebenfalls von den Weitgereisten stammen, von hammerburgs Ureinwohnern beibehalten wurden oder sich durch ausländische Einflüsse entwickelte ist gänzlich unbekannt. Während die Wochentagsnamen auf den alten Glauben der Ureinwohner zurückgehen, erscheinen die Mondnamen eher als eine Art Bauernkalender.

Die sieben Tage der Woche nennt man in Hammerburg Wodanstag, Tyrstag, Mittwoch, Donarstag, Freystag, Samstag und Sunnatag. Die zwölf Monde des Jahres nennt man hierzulande Eismond, Taumond, Lenzmond, Ostarmond, Weidemond, Brachmond, Heumond, Erntemond, Holzmond, Weinmond, Windmond und Julmond.

 

Lieder, Sagen, Märchen

Das Ende Ottokars, Hymne der Blutnacht
» Das Ende Ottokars ist ein Lied der hammerburger Bevölkerung über die Nacht des Aufstands und den Sturz Ottokars des Feigen. Umdichtung auf Last Night of the Kings der Band Van Canto. Text von Asathor und Mandy. Letzte Überarbeitung der Bridge durch Tjark ist in Arbeit.

John, der Wirt
John hieß einst der Wirt der beliebten Taverne „Zum Tanzenden Einhorn“, welche mitten in Hammerburg steht. Doch aus irgendwelchen Gründen sprechen die Leute in Hammerburg nicht über John.

Die Orkbelagerung
Verschiedene Geschichten über die Orkbelagerung die unbedingt überzeichnet sein dürfen. Gerne Einzelgeschichten die während der Zeit und in dem Zusammenhang spielen, aber auch mögliche Begründungen für ihr Erscheinen oder Abzeiehen. Möglichst so, dass am Ende keiner sagen kann welche Version davon wirklich wahr ist und was nur ein Märchen ist. Unter Anderem erwünscht die „echte“ Version über das Ende der Orkbelagerung, aber auch die „offizielle Version die der Senat vertritt“.

Leubeck, die verschollene Stadt
Als einst eine der drei großen Provinzstädte der Lohnburger Grafschaft bekannt, ist Leubeck heute nicht aufzufinden. Die Gelehrten streiten längst darüber, in welcher Richtung die entfernte Stadt liegen solle und im Volk kursieren die wildesten Geschichten darüber, warum sie keiner findet. Von verheerenden Katastrophen mit und ohne magische Einwirkung ist die Rede. Oder aber davon, dass es Leubeck nie gab und die Lohnburger sich seinerzeit nur aufblasen wollten. Andere widerrum behaupten, die Leubecker hätten sich nach der Rebellion in Hammerburg und dem Zusammenbruch der Grafschaft derart geschämt, dass sie schlicht ihren Namen änderten und behaupten nie von einer Stadt namens Leubeck gehört zu haben. Wen man in Hammerburg auch fragt, jeder erzählt ein anderes Märchen von Leubeck und seinem Verbleib…

Der Sagaberg
Mit der Kreativität eines Backsteins gesegnet, wäre ich für eine Sage dankbar, die erklärt warum der Berg nach der Göttin Saga benannt ist…